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Wird Bremen klimaneutral?

Hochschule Bremen: Zwei Panel-Diskussionen zur Umsetzung der Ergebnisse der Klima-Enquete

Mit Blick auf die Ergebnisse der Enquetekommission „Klimaschutzstrategie für das Land Bremen“ führte der Internationale Studiengang Politikmanagement (ISPM) der Hochschule Bremen zwei Online-Paneldiskussionen durch. Die Veranstaltung „Bremer Stahlwerke im Wandel“ am 16. Februar beschäftigte sich eingehend mit der Wasserstoffstrategie in der Stahlindustrie.

In der Veranstaltung „Die Ergebnisse der Klima-Enquete - Bremens Weg zur Klimaneutralität?“ am 21. Februar wurde die Bedeutung der Enquetekommission für die Klimapolitik und die Umsetzung ihrer wichtigsten Ergebnisse debattiert. Die Organisator*innen zeigten sich sehr zufrieden mit den Diskussionen - und auch die Resonanz kann sich sehen lassen: Insgesamt nahmen über 200 Personen an den Veranstaltungen teil.

Stahlwerke: BUND mahnt das Einhalten des Zeitplans an

Zum ersten Online-Panel „Bremer Stahlwerke im Wandel“ durfte die Moderatorin Prof. Dr. Zimpelmann als Gäste Kristina Vogt (Senatorin für Wirtschaft, Die Linke), Reiner Blaschek (Vorstandvorsitzender ArcelorMittal Bremen) sowie Klaus Prietzel (Vorsitzender BUND Bremen) begrüßen.

Mit dem Endbericht der Enquetekommission ,,Klimaschutzstrategie für das Land Bremen” formuliert Bremen einen Plan zur CO2-Neutralität bis zum Jahr 2038. Das Bremer Stahlwerk steht, als Emittent von über 50% der CO2-Emmissionen im Land Bremen, vor großen strukturellen und politischen Herausforderungen.

Deutlich wurde: der Stahlkonzern ArcelorMittal plant den Umbau des Bremer Stahlwerks ganz konkret und entwickelt in Kooperation mit dem Energieversorger swb die Voraussetzungen, um die Versorgung mit grünem Strom und perspektivisch auch grünem Wasserstoff vorzubereiten. Gleichzeitig aber benötigt das Unternehmen verlässliche Unterstützung durch Fördermittel. Bremen ist gefordert, die Planungen für die Stromleitungen rechtzeitig zu beginnen. Auf EU-Ebene wird bedeutsam sein, ob es gelingt, zu höheren Umweltstandards produzierten und teureren Stahl durch eine „ökologische Außengrenze“ zu schützen, um faire Wettbewerbsbedingungen durchzusetzen.

Klima-Konsens als Ergebnis der Arbeit in der Enquetekommission

Am zweiten Online-Panel „Die Ergebnisse der Klima-Enquete - Bremens Weg zur Klimaneutralität?“ nahmen als Gäste Martin Michalik (Vorsitzender der Enquetekommission, CDU), Dr. Meike Schäfer (Senatorin für Umwelt und Klimaschutz, Grüne) und wie wiederum Klaus Prietzel (Vorsitzender BUND Bremen) teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Winfried Osthorst. Hier finden Sie die aufgezeichnete Veranstaltung: youtube.com/watch

Schnell wurde eine große Einigkeit bei der Bewertung der Enquetekommission erkennbar: Alle drei Teilnehmerinnen sehen den parteiübergreifenden Konsens über die wichtigsten Elemente der Klimaschutzpolitik als große Chance für den Klimaschutz im Land Bremen. Die Zusammenarbeit mit externen Expertinnen habe hier eine sehr wichtige Rolle gespielt. Gleichzeitig wurde auch deutlich, dass die beginnende Umsetzung der Maßnahmen auch zu Kontroversen führt – insbesondere bei der Form der Finanzierung und in der Verkehrspolitik.