BA Internationaler Studiengang Politikmanagement (ISPM)
MA Politik und Nachhaltigkeit (PoNa)

Bildungs_Lücke Nachhaltigkeit im Tourismus in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

Das Projekt „Bildungs_Lücke Nachhaltigkeit im Tourismus“ leistet einen Beitrag zum normativen Bildungskonzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), welches von den Vereinten Nationen durch die Weltdekade für den Zeitraum 2005 bis 2014 gefördert wird. Die Zielsetzung orientiert sich am Konzept der BNE und stellt das Erlangen der Gestaltungskompetenz sowie die Partizipation und Innovation in den Mittelpunkt. Die Ergebnisse sollen berufsspezifisch anschlussfähig und für alle interessierten Akteure einsetzbar sein.

Projektkoordination

Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) in Kooperation mit

  • Hochschule Bremen, Internationaler Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft (ISAF); Kompetenzzentrum Glokal
  • Hochschule Bremen, Internationaler Studiengang Tourismusmanagement (ISTM)
  • Entwicklungspolitisches Informations- und Bildungszentrum (EPIZ) Berlin
  • Berufsschule für den Großhandel, Außenhandel und Verkehr, Bremen

Zielsetzung

Das Projekt beleuchtet die berufsschulische Aus- und Weiterbildung von Reiseverkehrskaufleuten sowie die Verankerung der Aspekte der Nachhaltigkeit und das Interesse an Qualifikationsmaßnahmen bei Reiseveranstaltern und Reisemittlern. Die Sensibilisierung der Anbieterseite ist ein wichtiger Schritt, um Nachhaltigkeit im Tourismus als Entwicklungsfaktor für die Länder des Südens langfristig zu forcieren und zu gewährleisten.

Inhalt und Verlauf

Nebst einer Bestandsanalyse in einer Bremischen Berufsschule (Fachrichtung: Reiseverkehr), welche die momentane Integration von Nachhaltigkeitsaspekten innerhalb des Tourismus bei der Aus- und Weiterbildung von Reiseverkehrskaufleuten ermittelt hat, wurden auch Erhebungen in den tourismusorganisierenden und -vertreibenden Unternehmen und Büros hinsichtlich einer Verankerung dieser Thematik durchgeführt. Aufbauend auf dieser Basis wurde ein Unterrichtsmodul „Nachhaltigkeit im Tourismus“ für Lehrer/innen und Multiplikator/innen entwickelt, exemplarisch an einer Berufsschule in Bremen erprobt und angepasst.
In einem folgenden Fachworkshop im Oktober 2007 mit Expert/innen der Reisebranche, der Wissenschaft, den Berufschulen und NGOs wurden weiterführende Handlungsempfehlungen sowie Qualifikationsinstrumente und -strategien formuliert. Die Bildungsbroschüre „Rainer Reisgern kann auch anders: Nachhaltiger Tourismus“ ist für den Einsatz in der touristischen Aus- und Weiterbildung konzipiert. Ein darauf abgestimmter Fragebogen unterstützt die Arbeit und Verwendung der Broschüre in der Praxis.
Die Publikation „G+ Berufe Global: Tourismus“ wird in Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Informations- und Bildungszentrum Berlin (EPIZ) in ihrer Reihe „ G+ Berufe Global“ herausgegeben.
Der Flyer zur Vorstellung der Materialien und mit Kurzinfos zu Nachhaltigkeit im Tourismus informiert über das Projekt.
Die Materialien und Projektinhalte wurden bereits auf mehreren Tagungen, Workshops und Messen präsentiert und in Newslettern, Publikationen und auf Webseiten vorgestellt.

Perspektiven

Der bundesweite Transfer der Materialien auf Messen, Tagungen, Seminaren und durch die direkte Ansprache der Akteure wird derzeit durchgeführt.
Im Jahr 2010 sind zwei Qualifizierungsseminare im nord- und süddeutschen Raum für Berufs- und Fachschullehrer/innen touristischer Ausbildungsgänge, Multiplikator/innen in der Tourismusbranche und Vertreter/innen aus Reiseunternehmen geplant. Sie geben einen Einblick in die Thematik Nachhaltiger Tourismus, stellen Vorschläge wie Materialien zur Umsetzung in der touristischen Aus- und Weiterbildung vor und bieten die Möglichkeit zum Austausch und Dialog der Akteure untereinander. Das erste Seminar findet am Freitag, 22.01.2010, von 10 bis 17 Uhr im Haus der Wissenschaft, Bremen statt.

Auszeichnungen

Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt 2009/2010 im Rahmen der Weltdekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“

  • Auszeichnung als Best-Practice-Beispiel im Rahmen des bundesweiten Kongresses für Nachhaltige Entwicklung und Globalem Lernen „WeltWeitWissen – Bildung für unsere Zukunft“, November 2009, Potsdam
 
 
 

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